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Liebe auf den erste Blick
Abendzeitung
16-Jan-08
by Volker Boser
Eivind Gullberg Jensen beim Uni-Konzert der Philharmoniker
Eine Absage mit Folgen: Marc Albrecht, der die drei Abo-Konzerte der Münchner Philharmoniker am Wochenende dirigierte (AZ berichtete), sollte auch noch das anschließende Konzert für Studierende leiten. Albrecht zog andere Termine vor und verhalf damit dem 35-jährigen Eivind Gullberg Jensen zu seinem philharmonischen Debüt. Der Norweger kam, probierte kurz das geänderte Programm und siegte con brio.
Wie hinreißend die unter Tschaikowskys Einfluss entstandene Erste von Jean Sibelius lius klingen kann, wenn sie zügig, unsentimental und energisch musiziert wird, hat sich hierzulande noch immer nicht herumgesprochen. Eivind Gullberg Jensen animierte mit großen, kraftvollen Gesten die Philharmoniker zu einer spannungsgeladenen Energieleistung.
Volker Boser
Dass längst nicht alles so perfekt gelang, wie es sich der Komponist gedacht haben mag (Scherzo) Schwamm drüber. Gelegentlich musste man eben die Daumen drücken. Aber zu spüren war auch: Da stand jemand am Pult, der es verstand, mit unwiderstehlichem Elan nicht nur die Musiker, sondern auch das Publikum in Bann zu ziehen. Wie man hört, hat sich das Orchester in diesen norwegischen Gipfelstürmer regelrecht verknallt. Man will, dass er unbedingt wiederkommt.
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